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Die Realschule Hösbach macht ihre Schüler „cool and tough“

 

In dem praxis- und realitätsorientierten Workshop „Gewaltprävention“, der am 05.12.2011 und 06.12.2011 von 14:00 bis 18:00 Uhr in der Turnhalle der Realschule Hösbach stattfand, trainierte das dreiköpfige Ausbilderteam um Jürgen Zöller, dem Leiter der Gesellschaft für Gewaltprävention aus Johannesberg, mit Schülern der 5. und 6. Klassen, um sie auf potentielle Angriffe durch Gewalttäter vorzubereiten.

 

Furchterregend – Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstrainer John Bourke in „voller Montur“.

Das Ausbilderteam Jürgen Zöller, Nina Wagner und John Bourke in der Turnhalle der Realschule.

 

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde, in der Fragen geklärt und Erwartungen geschildert wurden, ging es schließlich los – mit viel Spaß förderte das Training Geschicklichkeit, Körpersprache und Wahrnehmung.

Begrüßungsrunde – Zeit für Fragen und Erwartungen

 

Ziel des Workshops war es, ein gesundes Gefahrenbewusstsein zu entwickeln, typisches Opferverhalten zu vermeiden und durch das Erlernen einfacher, spontan anwendbarer Selbstverteidigungs- und Befreiungstechniken Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. „Coolness“ geht dabei vor – nach dem Motto: „Der Klügere gibt nach!“ – körperlicher Einsatz soll erst die letzte Instanz sein. Der Gefahr lieber aus dem Weg gehen und durch selbstbewusstes Auftreten krimineller Gewalt erst gar keine Angriffsfläche bieten – ein äußerst vielversprechendes Konzept.

  

Selbstbewusstsein durch Körpersprache zum Ausdruck bringen – dies spielt bei der Gewaltprävention eine bedeutende Rolle.

 

Die Schüler trainierten eine Vielzahl an Techniken, wie Schlagen und Treten, Schubsen oder zu Boden werfen, sowohl im Stand als auch am Boden (siehe Fotos). 

Impressionen vom Workshop „Gewaltprävention“ – Schüler in Aktion:

 

Eine Schülerin pariert die Attacke des Trainers John Bourke mit ganzem Körpereinsatz

Jürgen Zöller kann sein Schlagpolster hier gut gebrauchen.

Die Selbstverteidigungstrainerin Nina Wagner im Zweikampf mit einer Schülerin.

Bei Jürgen Zöller ist Muskelkraft gefragt.

Zu „tough“ für John Bourke in Schutzmontur  – Ein Schüler wendet seine erlernten Selbstverteidigungstechniken an.

 

Am späten Nachmittag waren dann nicht nur die Schüler geschafft. Dieser Workshop, in dem neben Kopfarbeit auch körperliches Agieren im Vordergrund standen, hat allen Teilnehmern sehr viel Spaß bereitet und sie effektiv mit dem Handwerkszeug für den „Ernstfall“ ausgerüstet.

Im Schulalltag können unsere Schüler von den gelernten Konzepten und Techniken profitieren – denn auch während den Pausen sollte das Motto auf dem Pausenhof lauten: „Der Klügere gibt nach!“.

„Tough“ sollte man wirklich nur in Gefahrensituationen werden, denen man nicht mehr aus dem Weg gehen kann, in denen die Stimme nichts mehr bewirkt.

Den präventiven Umgang mit Gewalt in der Praxis erproben, dies ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, der sich die Realschule Hösbach, initiiert durch den Elternbeirat, durch das Angebot eines solchen Workshops angenommen hat. Gleichzeitig leistet die Realschule hierbei einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung des im Lehrplan verankerten fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsauftrags des „Gewaltfreien Zusammenlebens“.

 

Knockout – Die Schüler haben wirklich ganze Arbeit geleistet!

Text und Fotos: StRin (RS) Cornelia Schäfer

© 2009 Staatliche Realschule Hösbach