Schüleraustausch mit Hobro in Dänemark vom 18. bis 22. Februar 2019

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Am Montag, den 18. Februar brachen wir um 8:43 Uhr mit 25 aufgeregten Schülern des Wahlfachs International English vom Bahnhof Aschaffenburg in Richtung Dänemark auf.
Nach einer langen Zugfahrt erreichten wir um kurz vor 21 Uhr die Stadt Hobro am Mariagerfjord. Dort wurden wir schon von 20 ebenso aufgeregten dänischen Schülern und ihrer Lehrerin Pernille Mertz herzlich begrüßt. Da wir uns bereits durch E-Mails und WhatsApp-Nachrichten kannten, konnten wir relativ zügig den Weg zu unseren Gastfamilien antreten. Die Verständigung klappte reibungslos, da alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich sicher auf Englisch verständigen konnten.
Am nächsten Morgen trafen wir uns alle wieder in der Søndre Skole in Hobro. Schon in den ersten Minuten wurde uns klar, dass Schule in Dänemark anders ist als wir es kennen. Beispielsweise sprechen die Schüler ihre Lehrer mit „du“ und ihrem Vornamen an.
Nach einigen Kennenlernspielen durften wir verschiedene Unterrichtsstunden besuchen, bei denen wir erfuhren, dass der Gebrauch der eigenen Laptops zum Schulalltag gehört. Ein weiteres bemerkenswertes Ritual ist der Einbau von Bewegungselementen in den Unterricht, beispielsweise wurde zum Ende der Stunde zu einem Just Dance-Video getanzt. Was uns auch noch auffiel, ist die Tatsache, dass eine Schulstunde 60 Minuten dauert und der Schultag deshalb erst um 15 Uhr endet.
Im Anschluss lernten die deutschen Gäste in Kleingruppen mit den Austauschpartnern den Ort genauer kennen. Wieder zurück in der Schule erwarteten sie zwei Kagemand - typisch dänische Kuchen - bevor es zurück in die Gastfamilien ging, wo der restliche Tag ganz unterschiedlich weiter ging.
Am Mittwoch stand ein Besuch in Århus, der zweitgrößten Stadt Dänemarks, auf dem Programm. Sehr gut gefiel uns Den Gamle By, eine Art Freilichtmuseum mit alten Häusern, die mitten in der Stadt liegt. Noch mehr Spaß hatten sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die begleitenden Lehrer im Your rainbow panorama, einer begehbaren, kreisförmigen Kunstinstallation aus verschiedenfarbigen Glasfronten auf dem Dach des Kunstmuseums in Århus. Vor der Rückfahrt nach Hobro hatten alle noch Gelegenheit, in dänisch-deutschen Kleingruppen die Stadt und vor allem die Einkaufsmeile auf eigene Faust zu erkunden. Den Abend verbrachten wir wieder in unseren Gastfamilien.
Am nächsten Tag wurden die Schülerinnen und Schüler in acht Gruppen eingeteilt und dann ging es in die Sporthalle. Dort traten die Teams in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. So standen neben verschiedenen Pendelstaffeln auch Tauziehen und Völkerball auf dem Programm. Welche Gruppe in welcher Disziplin als Sieger hervor ging, blieb bis zum letzten Tag das Geheimnis der Lehrkräfte. Im Anschluss an die sportlichen Aktivitäten besuchte die eine Hälfte der Schüler wieder den Unterricht, während die andere Hälfte sich unter Pernilles Aufsicht in der Schulküche traf, um das Mittagessen vorzubereiten. Dafür musste zum einen der Teig für die Hot Dog Brötchen hergestellt werden und zum anderen hatte jede Gruppe die Aufgabe, eine sowohl optisch als auch geschmacklich großartige Torte zu zaubern. Nach einer Stunde wurde die Küchenmannschaft ausgetauscht. Nun hieß es Brötchen formen und anschließend backen, die Tische schön eindecken und die Hot Dogs anbraten. Ja, richtig gelesen. Die Würstchen für Hot Dogs, wie wir sie kennen, werden in Dänemark nicht nur erwärmt. Dies sorgte bei den Gastschülern für viel Erstaunen. Aber auch hier zeigten sich alle wieder sehr offen und waren neugierig, wie diese ungewohnte Zubereitungsart wohl schmecken würde. Nachdem Frau de Boer und Frau Wilhelms während des Herstellens der Torten nicht anwesend waren, durften sie die Torten sowohl nach Aussehen als auch hinsichtlich ihres Geschmacks bewerten. Bevor alle wieder in Richtung Zuhause aufbrachen, hieß es noch „Ran an die Besen und Putzlappen“ und die Küche wieder in einen ordentlichen Zustand versetzen.
Am Freitagmorgen trafen sich noch einmal alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Schule, wo die Verleihung der Preise für die Sportwettbewerbe und die Torten stattfand. Um 9:30 Uhr war es dann soweit. Bepackt mit Koffern und Rucksäcken und begleitet von den dänischen Schülerinnen und Schülern ging es zu Fuß zum Bahnhof wo wir uns verabschiedeten um uns auf die 13 stündige Heimreise zu machen. Diese klappte wieder hervorragend und so kletterten wir müde und erschöpft, aber auch ein wenig enttäuscht, dass die schöne Zeit viel zu schnell vorbei war, um kurz nach 23 Uhr in Aschaffenburg aus dem ICE.
Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei unseren Schülerinnen und Schülern bedanken. Durch eure tolle Einstellung, eure Art und eure Verlässlichkeit habt ihr die Fahrt für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Wie wir euren zahlreichen positiven Rückmeldungen entnehmen können, hat es euch auch sehr gut gefallen, und wir wünschen den nachkommenden Schülern, dass auch sie ein solch großartiges Erlebnis mitgestalten können.

Katrin de Boer, Daniela Wilhelms

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