Cybermobbing ist kein Spaß …

… das war die zentrale Botschaft des White Horse Theatre, das am 03.06.2019 mit dem englischsprachigen Theaterstück „Move to Junk“ von Peter Griffith an unserer RSH gastierte. Die virtuelle Welt gerät zum gläsernen Käfig, der die bzw. den Einzelnen isoliert. Allen Schülerinnen und Schülern der achten Jahrgangsstufe wurden die möglichen Ursachen und Konsequenzen von Cybermobbing vor Augen geführt.

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Es handelt sich um ein brisantes und brandaktuelles Thema, dass das Leben vieler Jugendlichen zur Qual macht, so auch das Leben von Amanda, die es an ihrem ersten Tag in der neuen Schule schwierig findet, sich in ihrer neuen Klasse einzugewöhnen. Ihre Mitschülerinnen sind anders als sie, denn Amanda hat einen anderen Akzent, spielt gerne Fußball und kommt daher nicht gut an. Und dass Stuart sich gut mit ihr versteht, macht es ihr nicht einfacher. Ganz im Gegenteil – alles wird immer schlimmer: Jemand setzt im Cyberspace gemeine Gerüchte über sie in die Welt und es kursieren Nacktfotos von ihr in verschiedenen sozialen Netzwerken, die binnen kürzester Zeit jeder in der Stadt kennt. Aber welcher ihrer Klassenkameraden steckt dahinter und was kann Amanda tun? Unerbittlich wird Amanda weiter in die Verzweiflung getrieben – und niemand weiß, wer der Täter ist. Entgegen der ersten Vermutung, dass Amandas Gegenspielerin Kylie hinter der infamen Aktion steckt, zeigt sich am Ende, dass es ein unscheinbarer Mitschüler war. Für ihn war es „nur ein Spaß“. Spätestens als die Polizei ihn abführt, wird aber deutlich, dass das kein Spiel ist, denn Amandas Leben ist zerstört.

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Mit wenigen Requisiten und ohne Verstärkeranlage zogen die vier britischen Bühnentalente Jessie-Grace Griffin, Stephanie Neill, Adam Beck und Joseph Donnison das Publikum in ihren Bann. Das Erleben und Verstehen eines englischen Theaterstücks mit muttersprachlichen Schauspielerinnen und Schauspielern stellt eine große Motivation für das Englischlernen dar. Zudem packt der Autor des Stückes und Leiter des englischsprachigen Tourneetheaters mit Sitz in Soest-Müllingsen Peter Griffith immer wieder neuen Zündstoff in seine Bühnenstücke, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen. „Move to Junk“ beruht auf einer wahren Geschichte: Amanda Todd aus Kanada wurde von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern wegen eines Nacktfotos im Internet so sehr gemobbt, dass sie sich schließlich das Leben nahm. Das Ende des Theaterstückes ist nicht so dramatisch, jedoch wissen alle Zuschauer, wie realitätsnah diese Thematik für Jugendliche ist. Dass sich jedes Jahr ca. 400.000 Schülerinnen und Schüler die Aufführungen des Theaters ansehen spricht für deren Qualität. „Move to Junk“ hat uns alle begeistert und sehr berührt. „Thanks a lot and see you next year!“

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Text und Fotos: Nadine Denecke, Cornelia Schäfer

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